rechtliche Betreuungen J. Thar

Im Unterschied zu einer angestellten Tätigkeit trifft den freiberuflichen Betreuer die volle Verantwortung für den eigenen Betrieb. Diese Verantwortung besteht auch im Urlaub und zur Krankheitszeit. Fristversäumnisse, nicht bearbeitete Post, verpasste Termine etc. lassen sich nicht mit dem eigenen Urlaub entschuldigen.

 

Der Gesetzgeber sieht leider keine Erfordernis für eine allgemeine Vertretungsregelung des bestellten Betreuers. Trotzdem wird von dem Berufsbetreuer erwartet, dass er ein funktionierendes Vertretungskonzept vorhält.


Mein Vertretungskonzept steht auf mehreren Säulen. 

  1. Vorhersehbarer Handlungsbedarf wird so bearbeitet, dass dieser nicht zur Erledigung
    in meiner geplanten Abwesenheit ansteht.
  2. Plötzlich auftretender rechtsgeschäftlicher Handlungsbedarf in meiner Abwesenheit wird, soweit dies gesetzlich zulässig ist, durch meine Mitarbeiterinnen im Team erledigt. Rechtsinstrumente sind die der Mitarbeiterin erteilte Untervollmacht und die Entsendung der Mitarbeiterin als Erklärungsbote.
  3. Dritte Säule der Vertretung ist die dem Betreuungsgericht vorgeschlagenen Bestellung einer Mitarbeiterin zum Ersatzbetreuer.